Ein Nachmittag im Juli

© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2020
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2020

Ich grüble über die letzten Worte eines Werbetextes nach.

Zeitdruck.

Mein Vorschlag muss bis spätestens um 18 Uhr bei der Agentur sein, damit die Grafikerin über das Wochenende passende Layouts dazu gestalten kann.

Derweil verstaut JackieFakkin sein Werkzeug samt Zubehör in einem Rucksack. Verschickt letzte Mails –will sicher gehen, dass zum Treffen möglichst viele Leute kommen.

Auf facebook gibt er sich als Mädchen aus. Zeigt sich scheinbar großzügig: „ich spendiere euch was wenn ihr wollt aber nicht zu teuer.“ („Deutsch“ will er sein, aber „Deutsch“ ist nicht gerade seine Stärke)

Das Wetter an diesem Tag: sommerlich warm. Also standen die Fenster in meinem Büro die ganze Zeit offen.

Von hier aus fiele der Blick auf ein Teilstück der längsten Straße Münchens, würde diese nicht vom Gebäudetrakt gegenüber abgeriegelt.

Die Dachauer Straße.

Eine sowohl stadteinwärts als auch -auswärts zweispurig angelegte Hauptverkehrsachse, die in beiden Richtungen jeweils von einem Radweg flankiert wird.

Die Spur Richtung Moosach strampelt um ca. Viertel nach Vier auf seinem Drahtesel ein etwas übergewichtiger Jugendlicher entlang.

Passiert – kaum 35 meter von meinem Schreibtisch entfernt – die Borstei, wo ich wohne und arbeite.

„Wäre mir bewusst gewesen, was passiert, …

bestimmt hätte ich etwas unternommen!“

Haha!

Ausgerechnet Du!

Glaubst Du doch selbst nicht!

Lächerlich!

Einen Scheiss hättest Du…

Außer…

den Schwanz eingezogen.

100 Pro hätte Dir der Mumm gefehlt, den Kerl von seinem Bike zu stossen….

Ihn aufzuhalten, auszuschalten. 

In Wahrheit zählte für Dich doch bloß eines…

Dein Feierabend!

Und das Wochenende!!

Erinners’te Dich noch?

Wie erleichtert Du warst, als im Mail-Programm der Status „Gesendet“ angezeigt wurde.

Nur wenige Minuten später kam das „Okay“ – ungewöhnlich vom Agentur-Chef höchstpersönlich!

Noch atypischer, dass er die „Freigabe“ mit einem „Schönes Wochenende!“ abschloss, einem „Danke!“ sogar!

Vermutlich hatte er am WE „ein Date“ oder er „weinstein-erte“ gerade eine „Praktikantin“, als er die Nachricht absetzte.

Egal.

Feierabend.

Das übliche Wocheneinstiegs-Ritual begann (siehe https://noumenon.de/boese-zungen/).

Um halb sechs herum setze mich auf das gemütliche Korbsofa im Büro

Griff das „SZ-Magazin“ aus dem Hauptteil der „Süddeutschen“.

Es dauerte eine gewisse Zeit, bis mir auffiel, dass in der Gegend ununterbrochen Martinshörner ertönten.

Die Warntöne stammten von Fahrzeugen, die sich – von der City her kommend –  in rasanter Fahrt näherten, wobei die Lautstärke der akustischen Signale genauso schlagartig anschwoll, wie sie  erstarb, als die PKWs an der „Borstei“ vorbei, Richtung Stadtrand flitzten.

Bald hörte man über der Stadt ein nicht enden wollendes Konzert von Sirenen, die in den unterschiedlichsten Entfernungen und Klangfarben von einer unheilvollen Situation kündigten.

Ich schaute aus allen Fenstern, auch um die Ecke.

Erwartete am Himmel irgendwo eine gigantische Rauchsäule.

Ein Flugzeugabsturz?

Eine Explosion?

Nicht die kleinste Schwade fand sich am wolkenlosen, tiefblauen Himmel

Also schaltete ich das Radio an und das Tablet!

Eine Eilmeldung?

Ein Aufruf an die Bevölkerung,

… Ruhe zu bewahren!

Nichts davon war dort zu hören bzw. lesen.

Nur die üblichen Allerweltsnachrichten.

Fortsetzung folgt.


#munich

#crime
#rechts
#ego-shooter
#chaos
#shock
#article
#reportage
#münchen

Ausgeliefert (sein)

© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2020
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2020

Es war einmal eine Firma, deren drei Buchstaben früher für „Deutscher Paket Dienst“ standen.

Dann – laut Wikipedia – für „Dynamic Parcel Distribution“.

Und heutzutage?

Bedeuten die drei Lettern („Nein, nicht die Post-Tochter!“
– nennen wir die Firma vorsichtshalber mal „d?!“) offenkundig:
„dIE (volle) pACKUNG dESASTER“.

Letzte Woche Dienstag (08.01.) bestellte ich bei einem großen Bürobedarf-Anbieter einen kleinen Rollcontainer.

Die Lieferung wurde mir für vergangenen Freitag (10.01.) angekündigt.

Also blieb ich an diesem Tag in meinem Büro, um die Lieferung persönlich anzunehmen und dem Auslieferungs-Fahrer – im wahrsten Sinne des Wortes – entgegenzukommen, damit er das 11 kg schwere Möbel nicht in den vierten Stock wuchten musste.

Doch der d?!-Fahrer dachte unterdessen nicht daran, sich auf den Weg zu meiner Haustür zu machen und bei mir zu klingeln.

Vielmehr pappte er auf das Paket einfach ein Label, auf dem er „verzogen“ vermerkte.

Als ob ich vor lauter Panik, dass mich eine Sendung tatsächlich einmal problemlos erreicht, Hals über Kopf den Wohnsitz bzw. die Arbeitsstelle gewechselt hätte?!

Aufgeschreckt von meiner vermeintlichen Flucht, rief mich die nette Dame vom Bürobedarfs-Versandhandel an, der ich umgehend per Mail meinen genauen Standort (der sich tatsächlich seit zwei Jahrzehnten nicht geändert hat) als penibel genaue Textbeschreibung und darüber hinaus sicherheitshalber noch in Form eines Google-Maps-Screenshots mitteilte.

Nach dem Telefonat und der Mail gingen wir beide davon aus, dass es bei der Nachlieferung keine Probleme geben dürfte.

Doch „d?!“ sah das leider anders.

Und ließ mich erst einmal zappeln, weswegen die Sendung auch am darauf folgenden Montag (13.01.) nicht ankam.

So stieg die Spannung und Vorfreude auf den nächsten Winkelzug von „d?!“.

Zu meiner Überraschung und Freude stellte mir d?! tags darauf (14.01.) am Morgen per Mail die Lieferung in der Mittagszeit – ziemlich genau zwischen 12.16 und 12.36 Uhr – in Aussicht.

Mit Vergnügen verfolgte ich danach per App und virtuellem Stadtplan, wie sich das Lieferfahrzeug immer näher meiner Arbeits- und Wirkungsstätte näherte.

Final eintreffen sollte es zwischen 12.19 – 12.49 Uhr soweit sein.

Um diese Zeit ging ich wieder einmal vor die Haustür, um dem d?!-Fahrer entgegen zu kommen (aber das kennen wir ja schon).

Doch der Fahrer schaute auch dieses Mal – deja vu! – wieder nicht persönlich bei mir an der Haustür vorbei und auch sein Fahrzeug war in „meiner“ Straße nirgendwo zu sehen. Dann wäre ich – frei nach dem Motto “Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten“ – auf ihn zu gegangen, wenn er es schon umgekehrt nicht auf die Reihe brachte.

Als ich nach einer Viertelstunde zunehmend frustrierten Wartens immer noch nichts von ihm sah, ging ich – ehrlich gesagt – ziemlich “geladen” wieder ins Büro.

Dort erreichte mich eine Mail von d?!, ,,dass mein Paket um 12.38 Uhr ‘erfolgreich’ (Pah!, E.W.) ausgeliefert” worden sei.

Und zwar an eine/n „MOORER“ (Name geändert) – leider ohne eine genaue Adresse anzugeben.

Da ich niemand mit diesem Namen kenne, wandte ich mich an die Service-Hotline von d?!

Jede Frau und jedermann weiss, wie lange man in der Warteschleife eines solchen Call-Centers mit infernalisch übersteuerter Gehirnabtötungs – nun ja – „Musik“ traktiert wird, laufend hingewiesen auf die tollen Services des Unternehmens, die, wenn sie tatsächlich nur annähernd so perfekt wären, bewirken würden, dass man dergleichen „Kackaphonie“ nie zu Gehör bekäme.

Jedenfalls ging nach einigen Minuten eine „Frau Müller“ an den Apparat.

Die Ansprech- (denkste!) – Partner haben vermutlich alle solche Allerweltsnamen, während sie in Wirklichkeit „ Chandra-Kapoormalhotra“ heißen.

Jedenfalls erklärte ich der Dame – oder war´s ein Bot? – was passiert war und dass ich doch bitte gern wüsste, wo das „Bermuda-Dreieck“ liegt, in dem „mein“ Rollcontainerchen verschollen ist.

Auf den versprochenen Rückruf wartete ich leider viele Tage lang vergebens.

Zum Glück meldete sich mittlerweile – von sich aus – Frau MOORER (die für eine Firma in der Nähe tätig ist) mit der frohen Kunde, mein Paket sei bei ihr abgeben worden.

Hätte sie sich nicht gerührt, hätte ich vielleicht nie erfahren, wo die Lieferung abgeblieben ist.

Also holte ich das Paket in der Firma von Frau MOORER ab und freute mich…

… vergebens!

Im Büro angekommen, musste ich die nächste herbe Enttäuschung erleben.

Mutmaßlich aufgrund des unsanften d?!-Transports – der Versandkarton weist äußerlich zahlreiche heftige Schlagstellen, Löcher und Kratzer auf – wurde die linke Ecke des Roll-Containers hässlich beschädigt.

So muss ich leider eine Retoure veranlassen.

Nachtrag… (the) …end!?

Um die Notwendigkeit der Retoure zu untermauern, machte ich sofort noch am 14.01. Fotos vom Rollmöbel, an dem d?! durch eine grob unprofessionelle Handhabung hässliche Spuren hinterlassen hatte.

Das Bild hängte ich in eine, im Laufe des späten Nachmittags des 14.01. verfasste Mail (gefühlt die 30. seit “Bestätigen” der Online-Bestellung), in der noch einmal geschildert wurde, wie die d?!-Mitarbeiter ihren Job – ein eher kleineres und leichteres Paket so zu transportieren, dass es beim Empfänger unversehrt ankommt – komplett verbockt hatten.

Am 15.01.
Morgendlicher Anruf vom Sachbearbeiter des Bürobedarf-Discounters. Es gäbe “sicher Möglichkeiten, den Schaden wieder gut zu machen!” So könne man mir etwa beim Preis entgegen kommen.

Ein Ansinnen, das ich freundlich dankend ablehnte, da der Rabatt an der Demolierung ja leider nichts geändert hätte. Außerdem wäre ich bei jedem Blick zum Container, der in Wirklichkeit übrigens bei weitem nicht so stabil und wertig aussah wie im Katalog bzw. auf der Website des Büroartikelversenders, daran erinnert worden, was für eine grauenhafte Performance d?! seinerzeit ablieferte.

Kurz vor Feierabend erhielt ich dann eine Mail vom office-discounter, in dem mir – ohne sich vorab terminlich mit mir abzustimmen – beinahe schon brüsk mitgeteilt wurde, dass meine Retoure am nächsten Tag (16.01.) oder am übernächsten (17.01.) im Zeitraum zwischen 8 und 18 Uhr abgeholt würde.

Dazu sei – Oh verFLEXt ! – ein anderes TRANSportunternehmen beauftragt worden, wobei in meinem Fall die Möglichkeit der Paketverfolgung nicht gegeben war.

Also stand ich am nächsten Tag um 8 Uhr bereit und traute mich unendliche 10 Stunden lang kaum auf´s Klo, da der Fahrer ja jederzeit bei mir klingeln konnte.

Die Stunden an diesem 16.01. vergingen quälend langsam. Doch die Spedition agierte alles andere als flix.

Der erste Tag verstrich, wobei ich mir zunehmend so eingesperrt wie in einem Gefängnis vorkam.

Und auch der zweite Tag war zu guten Teilen bereits vorüber, als ich mir ein (schweres) Herz fasste und noch einmal beim office discounter nachfragte, ob mit dem Eintreffen des Retourenabholers am 17.01. noch gerechnet werden könne, zumal ich um 16 Uhr aufbrechen musste, um an einem wichtigen beruflichen Meeting teilzunehmen, das bereits seit längerem im Kalender stand (wie gesagt, die Retoure wurde mit mir terminlich nicht abgesprochen, sondern mir einfach auferlegt).

Der freundliche, aber zumindestens in der Hinsicht, wo “mein Fahrer” aktuell steckte, ahnungslose Mitarbeiter bat um Geduld, denn (um 15.30 Uhr) sei “der Tag ja noch nicht vorüber!”

Frustriert machte ich mir einen Kaffee.

Und schaute –eher zufällig – aus dem Fenster, als ich auf der Straße vor dem Haus den TRANS-pOrter erblickte, aus dessen Führerhaus ein Hipster in Jogginghose stieg, der sich offenbar orientierungslos umschaute und deswegen im Begriff war, unverrichter Dinge gleich wieder weiterzufahren.

Sofort packte ich das Paket und rannte so schnell ich konnte – noch in den Puschen – die vier Stockwerke unseres Hauses hinunter – keuchend auf den Mini-LKW zu, dabei dem Hipster mehrfach laut “Halt!” zurufend.

Entsetzt bemerkte ich beim Blick in den Außenspiegel,wie der Fahrer versuchte mich zu ignorieren…

… mich eiskalt stehen zu lassen und gleich loszubrausen.

Zum Glück öffnete der Paketdienstleister gnädigerweise doch noch die Fahrertür.

Völlig außer Atem eröffente ich ihm mein Begehr.

Worauf der Zusteller – sichtlich genervt – begann auf dem Beifahrersitz in einem wirren Stapel Papiere zu kramen, um nach einiger Sucherei schließlich aus dem Durcheinander an Formularen ein A4-Blatt zu ziehen, welches er mir derart forsch vor Augen hielt, als sei er ein Schiedsrichter und ich ein Foulspieler, der gerade eine “Rote Karte” bekommt.

Während ich mich anstrengte, das Formular zu entziffern (leider hatte ich vor lauter Panik vergessen, meine Lesebrille aufzusetzen), versuchte der Bärtige mir in radebrechendem Deutsch zu suggerieren, er bzw. TRANS – oh shit! – wäre am 15. schon einmal bei mir gewesen, um das Paket abzuholen. Und ich Böser, Böser, Böser sei an diesem Tag schändlicherweise nicht da gewesen.

Mein Gott, in dem Augenblick wurde mir klar, dass der Gute sein “eigenes” Formular nicht verstand (und auch sonst wohl leider nicht viel).

Am 15.01. war – nach dem Desaster des Vortages – spätnachmittags seitens des Büro-Discounters ja erst der Auftrag an das Hipster-TRANSportunternehmen vergeben worden, wobei er bekanntlich darin bestand, die versehrte Ware bei mir am 16. oder 17.01 zwischen 8 und 18 Uhr abzuholen.

Dumm nur, dass der Hipster den Auftragstermin mit dem Abholtermin verwechselte. Genau das versuchte dem Bärtigen wiederholt darzulegen, bis er schließlich einen Kugelschreiber zückte, den Zettel mit einem arztähnlichen Kringel unterschrieb und ihn mir aushändigte, wobei er mir durch seine Mimik und Körpersprache zu verstehen gab, dass er mich für ein riesengroßes Arschloch hielt.

Schließlich packte er “mein Paket”, knallte es mit der üblichen Parcel-Sorgfalt unsanft auf den Gehsteig, um mit beiden Händen die rückwärtigen Türen des TRANSporters öffen zu können, griff sich abermals den Karton und “donnerte” ihn mit Schmackes auf die ansonsten leere Ladefläche.

Sogleich schmetterte er die Rücktüren zu, eilte – ohne Abschiedsgruß –  ins Fahrerhaus, startete den Motor und spurtete dermaßen rasant von dannen, als wäre er gerade dem Leibhaftigen begegnet.

War´s das?

Fast!

Am 21.01. kam ich spätabends aus der Agentur nach Hause!

Schon beim Betreten des Büros sah ich den Anrufbeantworter blinken.

Sofort hörte ich die Nachricht ab, die nachmittags (der schlaue “AB” hält minutengenau die Zeit jedes Calls fest und nennt sie vor der Wiedergabe der Message) während meiner Abwesenheit aufgesprochen worden war.

Sie stammte von Frau MOORER, die mir mitteilte, dass der d?!-Fahrer gerade bei ihr gewesen sei, um die Retoure abzuholen! Sie hätte, weil sie mich nicht erreichte, zur Klärung des Sachverhalts bei d?! abgerufen und dem Frachtleiter auseinandergesetzt, dass offensichtlich ein Missverständnis vorliege bzw. dass sie das Paket schon lange nicht mehr bei sich in der Firma hatte.

Wahnsinn!

Wieso sollte ich auf die völlig abwegige Idee gekommen sein, die Retoure über Frau MOORER abzuwickeln?!

Und wieso war d?! vom office-discounter nicht unterrichtet worden, dass die Retoure längst von einen ähnlich fähigen (ha-ha!) Logistiker abgewickelt worden war?

Da entfuhr mir ein lauter Fluch: “What the fuck, was für ein unendlicher Irrsinn!”

Tatsächlich war die traurige Geschichte immer noch ausgestanden.

Am 23.01, als ich das Trauerspiel einigermaßen “verdaut” hatte, kam von d?! doch noch die, beim Anruf der Hotline in Aussicht gestellte Mail.

Ihr Inhalt im Wortlaut:

BETREFF: Fahrerbefragung AMIGOS (alle Namen geändert, E.W.).

Sehr geehrter Herr W.,

wir bedauern, dass es bei dem Paket zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist.

Wir haben den Zusteller zum Verbleib Ihrer Sendung befragt. Dieser sagte uns, dass er das Paket beim Nachbarn MOORER in der Muster-Strasse 123*** abgeben hat.

Ist die Sendung zwischenzeitlich bei Ihnen eingetroffen?

Sollte das Paket weiterhin nicht eingetroffen sein, möchten wir Sie bitten, den Versender zu kontaktieren. Dieser wird weitere Maßnahmen einleiten.

Für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten möchten wir uns entschuldigen.

mit freundlichen Grüßen

d?!

*** Ja warum wurde mir diese genaue Adressangabe nicht bereits am 14.01. mitgeteilt?  Weswegen es, wenn Frau MOORER sich nicht gemeldet hätte, tatsächlich fast zwei Wochen gedauert hätte,  bis ich erstmals erfahren hätte, wo “mein” Paket steckte; E.W.).

Zeit für ein ernüchterndes Fazit:

  • Leider habe ich nach all dem Verdruss immer noch kein schickes, kleines Rollcontainerchen für meine Büro- und Kunst-Utensilien. Ich trau mich auch nicht, ein ähnliches anderswo zu ordern. Zu groß ist die Befürchtung abermals ein ähnliches Fiasko zu erleben (wobei die Reaktionen von Kollegen und Freunden (m / w / d) ergaben, dass beinahe jeder schon einmal dergleichen niederschmetternde Erfahrungen mit der Logistikbranche gemacht hat, wobei sich manche “Fälle” teilweise noch gravierender anhörten als meiner.
  • Bedauerlicherweise verdiente der Office-Discounter an mir kein Geld, sondern blieb auf einem Verlust sitzen, da das d?!versehrte Möbel wohl auch nicht anderweilig abgesetzt werden kann, um den Schaden wenigstens etwas abzufedern. 
  • Das Rollcontainerchen wurde zuerst aus der Nähe von Karlsruhe nach Neufahrn bei Freising transportiert, dann von Neufahrn nach München und wieder zurück nach Neufahrn, weil der Fahrer sich nicht die Mühe machte, zu mir zu kommen. Beim zweiten Versuch ging’s abermals gen Minga, wieder nicht direkt zu mir, sondern zu Frau MOORER.
    Als ich die Ware endlich in Händen hielt, war sie vom vielen unsanften Hin- und Herkutschiereren sprichwörtlich – auf der Strecke geblieben.
    Die Konsequenz: eine Retoure, in deren Verlauf die “Malware” von München über Neufahrn wieder zurück in die Nähe von Karlsruhe befördert wurde.
    Unter Umweltgesichtspunkten summa summarum der Super-Gau. Hoffentlich erfährt Greta nie etwas von der verheerenden CO2-Bilanz des stümperhaft abgewickelten Bestellvorgangs, sonst zettelt sie umgehend einen STREIKET gegen d?! an. 
  • Dem ich mich sofort anschließen würde, um ein Zeichen zu setzen gegen die grassierende AMAZONITIS, die Jeff Bezos zum reichsten Mann der Welt gemacht hat.
    Auf Kosten
    – der Umwelt.
    – von Logistikmitarbeitern, die ihrer Niedrigl
    öhne wegen häufiig in prekären Verhältnissen leben müssen und aufgrund der rigiden Zeitvorgaben ihrer Companies gerade gezwungen sind, ihren stressigen Job schludrig statt sorgfältig auszuüben, um das täglich auferlegte Pensum überhaupt – mehr schlecht als recht – zu bewältigen.
    – des Staates und der Steuerzahler, welche mit ihren Abgaben die Straßen finanzieren, welche die Paketdienste nutzen und verstopfen, während die Hauptprofiteure der Infrastruktur hierzulande oft keinen Cent zugunsten des Gemeinwohls entrichten.
    – des stationären Handels in den Innenstädten, die zunehmend “veröden”, weil die lokalen Händler gegen die Dumpingmethoden und -preise der großen Versender nicht die geringste Chance haben.

#paketdienst #logistik #versandhandel #versender #chaos #parcel #expressdienst  #geopost

Böse Zungen (Fortsetzung 1)

© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

 

( . . . )

(Rückblende 2)

Montag, 03. Oktober 2011

Zu seinem siebten Geburtstag lud das jüngste Kind der Familie mehrere Klassenkameraden ein.

Highlight der Party war eine „Rallye“, bei der die Kids anhand eines Fragebogens mit Foto-Ausschnitten bestimmte Ecken und Sehenswürdigkeiten in der denkmalgeschützten Wohnsiedlung, wo die Gastgeberfamilie lebte, finden sollten.

Also zog eine Gruppe von etwa 10 Kindern los, um Aufgabe für Aufgabe zu erledigen, dafür jeweils eine Belohnung sowie einen Hinweis in Form eines Buchstabens zu erhalten, so dass sich mit der Zeit ein Lösungswort ergab, das offenbarte, wo eine große Schatzkiste mit Süßigkeiten und kleinen Gimmicks versteckt war.

So fröhlich und engagiert die Kinder lange Zeit unterwegs waren, plötzlich stoppte die Entdecker-Crew.

Der Grund: auf dem Gehsteig vor ihnen und im Weg stand Vin „Gustl“ Ratzenberger de la Grassa, mit dem die meisten Gäste der Birthday-Party –  inklusive des Geburtstagskindes – seit wenigen Tagen in die gleiche, 1. Grundschulklasse gingen.

Vin, den die Klassenkameraden “Diesel” nannten,  war der Gegenstand mehrerer Gespräche, welche die Eltern vorab mit dem Geburtstagskind geführt hatten. Doch so oft sie den Versuch unternahmen, ihren Filius dazu zu bewegen, Vin auch zur Feier einzuladen – u.a. weil er in derselben Wohnsiedlung lebte – umso vehementer verweigerte sich der Sohnemann diesem Ansinnen.

Wie beliebt “Diesel” bei seinen Klassenkameraden bereits nach gut zwei Wochen gemeinsamer Schulzeit war, zeigte sich, als die Gruppe wort- und grußlos vor Vin Kehrt machte, um auf einem anderen Wege den nächsten Rätsel-Hinweis zu finden.

(Geraume Zeit später erzählte die Mama des Geburtstagskindes einmal, sie wäre von Tacca Ratzenberger de la Grassa – Vins Mutter – angesprochen worden, ob die beiden Söhne nicht einmal miteinander spielen könnten, weil sich der junge Ratzenberger “schwer damit tun würde, Freunde zu finden”. Als Grund hierfür gab die de la Grassa ernsthaft folgenden an: “Junior” hätte leider eine Rot-Grün-Blindheit.)


(Rückblende 3)

Dienstag, 28. Oktober 2014

Seit ein paar Jahren geistert eine Figur durch die Gazetten, deren Existenz ich lange – vorwiegend aus einem moralischen Impedus heraus – anzweifelte.

Als ich vor geraumer Zeit unvermittelt einer solchen Kreatur begegnete, dauerte es jedoch nur Bruchteile einer Sekunde, bis meine Skepsis schlagartig der Erkenntnis wich, dass dieses Wesen keine Schimäre war, sondern real aus Fleisch und Blut…

… gerade vor meinen Augen agierte.

Und zwar mustergültig, denn ich hatte es mit einem wahren Prachtexemplar dieser Spezies zu tun.

Fortsetzung folgt.


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Böse Zungen

© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Freitag Abend.

Endlich Feierabend.

Auf dem Tisch liegt die „SÜDDEUTSCHE“ – so unberührt und bewußt makellos faltenlos, wie sie am morgen gekauft wurde.

Vorfreude.

Die Lektüre.

Der perfekte Start ins Wochenende.

Quality time.

Ein routinierter Griff hinter das letzte “Buch“ der SZ…
… schon halte ich das „Magazin“ in Händen.

Kurzer Blick auf Cover und Schlagzeile.

Einmal, zweimal geblättert.

Gerade als ich eine meiner Lieblingsrubriken – SAGEN SIE JETZT NICHTS  – aufschlage, klingelt das Telefon.

Echt, muss das jetzt sein?!

Genervt schaue ich auf das Display des „Mobilteils“.

Eine mir unbekannte Münchner Nummer.

Könnte der Klassenkamerad eines meiner Kinder sein.

Nur deshalb gehe ich ran.

Nicht ahnend, dass sich gleich jemand entblöden wird.


(Rückblende 1)

Samstag, 19. Juli 2014

Warum ich auf dem Weg zur „ABSOLUT-Villa” seinerzeit beim Lidl an der Ecke Station machte?!

Keine Ahnung!

Ich weiss nur noch, dass ich angespannt war, “Lampenfieber” hatte.

Hinter mir lagen zwei groß-art-ige Tage, während derer 6 Künstler(-gruppen) und meine Wenigkeit in Pullach bei München eine gänzlich Weiss getünchte Villa mit Ideen, Formen und Farben erfüllt hatten.
Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=YUm54B-rivg

Auftraggeber war das schwedische Unternehmen ABSOLUT Vodka, das mit diesem kunstvollen Projekt den Startschuss für die internationale Kampagne “Transform Today“ gab.

Offenbar erfolgreich, wie die Resonanz seitens der am Vorabend zahlreich erschienenen Medien-Vertreter später ergab.

Krönender Abschluss sollte an besagtem Samstag die Ausstellung der eigens für den Event geschaffenen Werke und Räume sein – präsentiert im Rahmen einer riesigen Party mit ca. 400 Leuten und DJ-Sets u.a. von Mike Skinner / THE STREETS.

Auf dem Weg zur Kasse bemerkte ich zunächst nicht, wer vor mir in der Wartechlange stand.

Erst als der Mann  – warum auch immer – nach hinten blickte, erkannte ich ihn – Arnold Ratzenberger, der Vater von Kindern, die zeitweise in die gleiche Klasse gingen wie mein Nachwuchs.

Wir grüßten uns, wie man  jemanden begegnet, den man “nur vom Ansehen”  kennt.

Obwohl mir nicht nach Small Talk und schon gar nicht nach einem längeren Gespräch zumute war, berichtete ich wohl kurz von dem ABSOLUT-Projekt.

Auf einmal drehte sich vor Ratzenberger ein grobschlächtiger Kerl nach mir um, fuchtelte – in einer verächtlichen Pose – mit seinen Händen vor meinem Gesicht  und ging mich (im schmierigsten Österreichisch, das ich je gehört habe) laut und aggressiv an:
Bist an Alkoholiker? Sag, bist an Alkoholiker?

Bis heute ärgere ich mich, nicht umgehend auf eine Entschuldigung bestanden zu haben.

Ich sah seinerzeit davon ab, um mir den Tag, der zu den Highlights meines Künstlerdaseins zählen sollte, nicht noch weiter von diesem impertinenten Einfaltspinsel eintrüben zu lassen.

Also zog ich nach dem Bezahlen wortlos von dannen – schockiert und zutiefst verletzt über diesen Fauxpas.

Zum Glück erwartete mich mit der ABSOLUT-Villa ein freundlicher Ort, wo ich eine grandiose Nacht erlebte.

Erst Monate später kam ich durch Zufall darauf, dass der „Asi-Ösi“ der Vater von Arnold Ratzenberger war, der während des ganzen – gelinde gesagt – unerfreulichen Zwischenfalls so unbeteiligt daneben gestanden hatte, als hätte er mit dem „Schandmaul“ nichts zu tun.


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Druckfrisch: Noumenon-Posting bei “Histories of Tomorrow”

Das Abschneiden der sogenannten „Alternative“ für Deutschland bei den jüngsten Wahlen ist trauriger Anlass, sich mit recht(sradikal)em Denken und Handeln auseinanderzusetzen.

So widmet sich die dieser Tage erscheinende, aktuelle Ausgabe von “H-O-T – Histories Of Tomorrow” u.a. dem Themen-Schwerpunkt “Radikal Rechts“ 

Hierin findet sich auch meine Schilderung einer üblen rassistischen Attacke, welche am 29.03.2019 auf dieser “Homepage” unter der Überschrift “Platzverbot bei CII 966 856 veröffentlicht wurde:  ***

Die Reihe „Histories Of Tomorrow“, deren Lektüre ich jedem „klugen Kopf“ (w / m) wärmstens empfehle, wird publiziert vom “llustrator, Designer, Herausgeber und Autor“ (wikipedia) Raban Ruddigkeit : https://de.wikipedia.org/wiki/Raban_Ruddigkeit )

Sie können die erwähnte Ausgabe von “H-O-T – Histories Of Tomorrow”  beziehen unter: https://coblisher.com/de/shop/magazine/h-o-t )

***
Erstmals erschien der Text ein Tag nach dem rassistischen Übergriff (am 25.03.2019) auf Facebook unter: https://www.facebook.com/ewald.wildtraut/posts/1114495335419087

Halbwegs zügig

© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Wer eine Reise tut, der kann was erzählen. Dass er dabei auch etwas erlebt, dafür sorgt mit jener vorbildlichen Präzsion, die ihr bei der Einhaltung ihres Fahrplans oft fehlt, gern die „Deutsche #Bahn“.

So fehlte am 13.08.19 beim ICE 1682 ab München – einfach mal so – die zweite Zughälfte. Natürlich genau jene, in welcher der Verfasser samt Familie vier Plätze reserviert hatte.

Also wurden – mitten in der Ferienzeit – die Fahr- (bah! – von wegen) Gäste aus der fehlenden Hälfte in die verbliebene gequetscht.

Kurz nach Überfahren der Stadtgrenze Münchens fiel der Crew plötzlich auf, dass die Überfüllung des Zuges ein “Sicherheitsproblem” darstellen könnte,

Deswegen wurde zuerst die Methode „Zuckerbrot” angewandt: „Wer, von den Passagieren, die ursprünglich im fehlenden Zugteil reserviert hatten, in Nürnberg aussteigt, bekommt 30 Euro!“

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DIE SPINNEN (Arbeitstitel)

© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Die Grafik für diesen Beitrag zu gestalten, war der absolute Horror für mich.

Hatte echt Panik davor, mich an den Schreibtisch zu setzen, um daran zu arbeiten.

Und jetzt muss dazu auch noch ein Text geschrieben werden!!!

Das ist die härteste kreative Herausforderung, der ich mich je gestellt habe.

Sch… – habe ich einen Bammel vor diesem Posting!

Fortsetzung folgt.

Soziopathen

Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Eine gute Adresse. Citynah gelegen. Altbau. Hohe Stuckdecken. Fischgrätparkett. Haustechnisch alles auf dem neuesten Stand.

Hier wurde – abgesehen von einer “Partei”, auf die der Autor später zu sprechen kommt – noch eine harmonische Nachbarschaft gepflegt.

Die Menschen, die – teilweise schon seit Jahrzehnten – unter dieser Adresse lebten, grüßten freundlich oder schenkten sich ein Lächeln, wenn sie einander begegneten.

Oft blieben die Bewohner dann, selbst wenn sie eigentlich unterwegs zu einem wichtigen Termin waren, auf einen kurzen Plausch oder längeren Gedankenaustausch stehen.

Und musste jemand wirklich schnell weiter – kein Problem, hier hatte man / frau Verständnis für einander.

So entstanden Freundschaften und galt es als Sebstverständlichkeit, einander zu helfen oder mit einer Zwiebel oder Portion Mehl auszuhelfen.

In diesem Haus zu leben, war angenehm, auch dank der guten Einkaufsmöglichkeiten, die – genauso wie mehrere Haltestellen von U-Bahn und Stadtbus – fussläufig im Umkreis von wenigen Hundert Metern lagen.

Ebenfalls quasi vor der Haustür befand sich ein großer Stadtpark, der ganzjährig zur Erholung und zum Besuch sportlicher oder kultureller Veranstaltungen einlud.

Eine Traumadresse, gerade in Zeiten explodierender Mieten.

Jetzt muss der Autor langsam aufhören, die Vorzüge dieser Immobilie zu preisen, sonst hört er sich am Ende noch so an wie ein schmieriger Makler.

Kurz: fast alles war gut dort.

Dann zog Füssli ein.

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Alte Knochen

Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Heute mal keine Story, sondern eine Studie.

Sie könnte den Titel tragen: „Multivariable Deskription der Spezies „Dark Waver“ –  exemplifiziert anhand von zwei Konzerten in den Jahren 1995 und 2019“.

Hierzu geben wir zunächst einen kurzen Abriss der äußeren Umstände jener beiden Veranstaltungen in München (am 30.03.1995 bzw. dem 02.05.2019), um zu eruieren, ob hieraus ggf. Einflüsse auf die musikalischen Darbietungen erfolgten. 

Beginnen wir auf der Makroebene – mit der Weltlage.

Hierzu ziehen wir u.a. die Nachrichten der Haupt-Ausgabe der „Tagesschau“ heran, die an beiden Tagen jeweils um 20.00 Uhr (bis 20.15) Uhr “im Ersten” Deutschen Fernsehen (ARD) ausgestrahlt wurden. Die Sendungen konnten vom Autor nicht „live“ gesehen werden, da er um diese Zeit  besagte Konzerte besuchte.

Er greift deshalb auf die „Mediathek“ der ARD zurück. 

Nebenbemerkung:
Solche Online-Archive der TV-Sender mit jederzeit abrufbaren Beiträgen gab es am 30. März 1995 nicht, weil das Internet, zumindest für private Nutzer noch in den Kinderschuhen steckte.

Die Tagesschau vom 30.03.1995 berichtete u.a. von der Haushaltsdebatte im seinerzeit noch in Bonn ansässigen Bundestag.

Dabei zeigte sich der damalige SPD-Chef und Oppositionsführer Rudolf Scharping, der später penis-manövriert mit einer („unechten“, weil angeheirateten) Gräfin zuerst in einem mallorquinischen Swimming Pool, deswegen in der Regenbogenpresse und schließlich politisch jäh im „Aus“ landete, betroffen „angesichts von über 500.000 Kindern, die in Obdachlosenheimen leben“ und „über 1 Million Kindern, die mit Sozialhilfe groß werden.“ 

Während der Rede Scharpings lächelte und glotzte der ewige Kanzler Helmut („Birne“) Kohl nur hämisch.

Dieses Verhalten empörte den „magenta-roten Radler“ Rudolf so sehr, dass er wütend ausrief: „Das ist nicht zum Lachen, sondern zum Weinen!“ 

24 Jahre später gilt – laut Deutschem Kinderschutzbund – jedes fünfte Kind in Deutschland „als arm – 20,2 Prozent leben von Leistungen auf Grundsicherungsniveau (früher „Sozialhilfe“ genannt, E.W.). Das sind 2,8 Millionen Kinder.“ 

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Ein Fundstück …

… das mehr als gemischte Gefühle hervorruft, weil in dieser “Lese-Probe” aus dem Jahr 2012 u.a. ein paar fiktionale Schriften versammelt sind, die ursprünglich als Teile bzw. Anfänge größerer Werke gedacht waren, z.B. “Die Gier stammt…” oder “Kriegsthal”.

Diese  Texte nie zu Ende geschrieben zu haben, macht den Autor heute noch fertig – auch dass dabei das Fehlerteufelchen leider öfter zugeschlagen hat.

Zum Öffnen der Publikation:
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© Alle Texte und Graphiken: Ewald Wildtraut M.A.  2012 ff.