DIE SPINNEN (Arbeitstitel)

© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Die Grafik für diesen Beitrag zu gestalten, war der absolute Horror für mich. Hatte echt Panik davor, mich an den Schreibtisch zu setzen, um daran zu arbeiten. 

Und jetzt muss dazu auch noch ein Text geschrieben werden!!!

Das ist die härteste kreative Herausforderung, der ich mich je gestellt habe.

Sch… – habe ich einen Bammel vor diesem Posting!

Soziopathen

Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

 

Eine gute Adresse. Citynah gelegen. Altbau. Hohe Stuckdecken. Fischgrätparkett. Haustechnisch alles auf dem neuesten Stand.

Hier wurde – abgesehen von einer “Partei”, auf die der Autor später noch zu sprechen kommt – eine harmonische Nachbarschaft gepflegt.

Die Menschen, die – teilweise schon seit Jahrzehnten – unter dieser Adresse lebten, grüßten freundlich oder schenkten sich ein Lächeln, wenn sie einander begegneten.

Oft blieben die Bewohner dann, selbst wenn sie eigentlich unterwegs zu einem wichtigen Termin waren, auf einen kurzen Plausch oder längeren Gedankenaustausch stehen.

Und musste jemand wirklich schnell weiter – kein Problem, hier hatte man / frau Verständnis für einander.

So entstanden Freundschaften und galt es als Sebstverständlichkeit, einander zu helfen oder mit einer Zwiebel oder Portion Mehl auszuhelfen.

In diesem Haus zu leben, war angenehm, auch dank der guten Einkaufsmöglichkeiten, die – genauso wie mehrere Haltestellen von U-Bahn und Stadtbus – fussläufig im Umkreis von wenigen Hundert Metern lagen.

Ebenfalls quasi vor der Haustür befand sich ein großer Stadtpark, der ganzjährig zur Erholung und zum Besuch sportlicher oder kultureller Veranstaltungen einlud.

Eine Traumadresse, gerade in Zeiten explodierender Mieten.

Jetzt muss der Autor langsam aufhören, die Vorzüge dieser Immobilie zu preisen, sonst hört er sich am Ende noch so an wie ein schmieriger Makler.

Kurz: fast alles war gut dort.

Dann zog Füssli ein.

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Alte Knochen (Arbeitstitel) – in Arbeit

Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Heute mal keine Story, sondern eine Studie. 

Sie könnte den Titel tragen: „Multivariable Deskription der Spezies „Dark Waver“ –  exemplifiziert anhand von zwei Konzerten in den Jahren 1995 und 2019“.

Hierzu geben wir zunächst einen kurzen Abriss der äußeren Umstände jener beiden Veranstaltungen in München (am 30.03.1995 bzw. dem 02.05.2019), um zu eruieren, ob hieraus ggf. Einflüsse auf die musikalischen Darbietungen erfolgten. 

Beginnen wir auf der Makroebene – mit der Weltlage.

Hierzu ziehen wir u.a. die Nachrichten der Haupt-Ausgabe der „Tagesschau“ heran, die an beiden Tagen jeweils um 20.00 Uhr (bis 20.15) Uhr “im Ersten” Deutschen Fernsehen (ARD) ausgestrahlt wurden. Die Sendungen konnten vom Autor nicht „live“ gesehen werden, da er um diese Zeit  besagte Konzerte besuchte.

Er greift deshalb auf die „Mediathek“ der ARD zurück. 

Nebenbemerkung:
Solche Online-Archive der TV-Sender mit jederzeit abrufbaren Beiträgen gab es am 30. März 1995 nicht, weil das Internet, zumindest für private Nutzer noch in den Kinderschuhen steckte.

Die Tagesschau vom 30.03.1995 berichtete u.a. von der Haushaltsdebatte im seinerzeit noch in Bonn ansässigen Bundestag.

Dabei zeigte sich der damalige SPD-Chef und Oppositionsführer Rudolf Scharping, der später penis-manövriert mit einer („unechten“, weil angeheirateten) Gräfin zuerst in einem mallorquinischen Swimming Pool, deswegen in der Regenbogenpresse und schließlich politisch jäh im „Aus“ landete, betroffen „angesichts von über 500.000 Kindern, die in Obdachlosenheimen leben“ und „über 1 Million Kindern, die mit Sozialhilfe groß werden.“ 

Während der Rede Scharpings lächelte und glotzte der ewige Kanzler Helmut („Birne“) Kohl nur hämisch.

Dieses Verhalten empörte den „magenta-roten Radler“ Rudolf so sehr, dass er wütend ausrief: „Das ist nicht zum Lachen, sondern zum Weinen!“ 

24 Jahre später gilt – laut Deutschem Kinderschutzbund – jedes fünfte Kind in Deutschland „als arm – 20,2 Prozent leben von Leistungen auf Grundsicherungsniveau (früher „Sozialhilfe“ genannt, E.W.). Das sind 2,8 Millionen Kinder.“ 

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Ein Fundstück …

… das mehr als gemischte Gefühle hervorruft, weil in dieser “Lese-Probe” aus dem Jahr 2012 u.a. ein paar fiktionale Schriften versammelt sind, die ursprünglich als Teile bzw. Anfänge größerer Werke gedacht waren (z.B. “Die Gier stammt…” oder “Kriegsthal”).

Diese  Texte nie fertig geschrieben zu haben, macht den Autor heute noch fertig – auch dass dabei das Fehlerteufelchen leider öfter zugeschlagen hat.

Zum Öffnen der Publikation:
unten das virtuelle Büchlein mit dem Titel “Lese-Probe*** anklicken;
zum Vollbild-Modus gelangen Sie durch einen Klick auf das Symbol [  ] 

© Alle Texte und Graphiken: Ewald Wildtraut M.A.  2012 ff.

Rotgolden

Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Auch, oder gerade weil in wenigen Tagen Ostern ist,  soll  – im Geiste von Heinrich Bölls wunderbarer Erzählung  – nachfolgend „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ – eine Episode aus Kindheitstagen zum „Fest der Liebe“ erzählt werden.

Stinkende Rauchschwaden,
grau und undurchdringlich.
Manchmal konnte man sie darin ausmachen;
Bruchteile von Sekunden lang …
– mit bangen Augen –
… ihren rot glimmenden Spuren folgen.
Sie lauerten überall.
Plötzlich wurde es heiß wie ein Schweißbrenner
– gefährlich nah am zarten Kindergesichtchen.
Kippen.
Allerorten rauchende Schlote,
die sich zu einer undurchdringlichen Wand formierten –
den Blick zum Horizont verwehrend.
Die tränenden Augen des Wirtschaftswunderkindes vernebelt.
So brauchte es eine Weile, um wahrzunehmen, dass das,
was es soeben noch für Schornsteine im Dunst hielt,
in Wahrheit
graue Flanellbeine waren.

Ende der 60er ein Knirps zu sein, war…
schlichtweg zum Vergessen.

Aus jenen fernen Kindertagen hatte sich Egmont nur zwei Erinnerungen bewahrt.

Und eine davon schien ihn auch noch zu trügen.

Egmont ist sich immer noch sicher,  die Mondlandung einst „live“ am Bildschirm verfolgt zu haben.

Auch, dass sich seine Eltern zum „Jahrhundertereignis“ extra einen neuen, genauer: den ersten Farbfernsehapparat der Familie zulegten.

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Platzverbot bei CII 966 856

Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

Gestern (24. März 2019, E.W.) gegen 17.50 Uhr.

Die S1 vom FJS-Flughafen stadteinwärts.

Zwei Sitzreihen weiter vorne, sitzt schräg gegenüber scheinbar Charles Manson – der Serienkiller.

Eine speckige FCB-Mütze verbirgt das schief gestochene Hakenkreuz auf seiner Stirn.

Das Nazi-Symbol kommt aber umgehend – verbal – zum Vorschein, als ein Schwarzer die S-Bahn betritt und arglos – dem „Psycho-Sektenführer“ gegenüber – den letzten freien Sitzplatz im Wagon einnimmt.

Sofort brüllt Manson (oder ist es ein – noch hässlicheres – Double?) laut auf wie ein verwundetes Tier – allerdings in einem, vom Suff verwaschenen bayerischen Slang: „Do setzt Du Di bestimmt ned hi – du sch… N…!“

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Noumenon ist (wieder) online – diesmal textlastig

Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019
© Graphik: Ewald Wildtraut M.A. Kunst | Konzepte. 2019

 

Wow! Wann gibt es das schon einmal, dass etwas viel schneller und einfacher geht, als man (w / m) es sich vorab vorgestellt hat – z.B. die Erstellung der vorliegenden Homepage.

So stehe ich jetzt etwas bedröppelt da*, da ich noch gar keine Einleitung zu Noumenon geschrieben hab.

Also müssen wir jetzt wohl etwas improvisieren.

Erst einmal freue ich mich sehr, dass Sie – wie und warum auch immer – auf noumenon.de gelandet sind.

Was hier geplant ist?

(E.W. denkt lange nach.)

Hmm …
Vielleicht könnte man es so ausdrücken:

(Er zaudert, bevor er schließlich folgendes in die Tastatur “hackt”:)

Kurze Texte …

(E.W. bricht ab, löscht das bisher Eingetippte, überlegt angestrengt und beginnt ein zweites Mal folgendermaßen:)

Besser gesagt:
Texte und Berichte zu…

(Er stoppt, … )

Ähm …
Texte zu?!
– “Texte und Berichte über” klingt besser – …

(… fährt fort, … )

… Texte und Berichte über wahre Erlebnisse und …

(… sinnt nach.)

– Wie sagt man? –

(Stirnrunzeln)

reale Begebenheiten, die der…

(E.W. zögert kurz, …)

Autor selbst erleb…

(…. dann stockt sein Formulier-Fluss abermals.)

Halt!
Zwei Mal etwas mit ‘erleb’ in einem Satz …
… das geht gar nicht!

(E.W. grübelt sekundenlang, korrigiert sodann entschlossen.)

… die der Autor mitbekommen hat

(E.W. spricht laut mit sich selbst, während er die Punkt-Taste betätigt.)

Punkt.

(Er liest das bislang Geschriebene leise murmelnd noch einmal durch.)

Hmh – hm – hmh – Hm – hmh

(Stöhnt.)

Noch etwas vergessen?

(Knetet nervös sein Kinn.)

“Ach so!”

(Verzieht das Gesicht.)

Also: aktuell oder …

(Kratzt sich verlegen an der Stirn.)

Äh…

(E.W. rollt genervt mit den Augen, bevor er seine 10 Finger über die Tastatur “fliegen” lässt, um nachstehendes einzugeben:)

… oder irgendwann einmal in der Vergangenheit…

(Der ausgestreckte Zeigefinger seiner rechten Hand stürzt drei Mal energisch auf die Punkt-Taste, während E.W. synchron laut sagt:)

Punkt Punkt Punkt

(E.W. fasst sich mit Daumen und Zeigefinger ans rechte Ohrläppchen und seufzt  absch:)

Oder so?!

Eine spannende und unterhaltsame Lektüre wünscht

Ihr Ewald Wildtraut


*
Es kommt mir manchmal eh so vor, als sei dies mein Normalzustand 😉
**
Nachdem mehrere Versuche, einen Roman zu schreiben, hauptsächlich daran scheiterten, Job, Familie und und sonstige Leidenschaften (wie die Kunst) unter einen Hut zu bekommen.