Wein! – cRise Serie: Beitrag 1

Seit gut zwei Wochen arbeitet meine Frau, die als Kartographie-Ingenieurin tätig ist, nun im Home-Office.

Das ist in Zeiten wie diesen nicht ungewöhnlich, also eigentlich nicht der Rede bzw. ein Posting wert.

Geht man (* = w / m / d) die Angelegenheit jedoch etwas tief- und hintergründiger an, was an hier anschließend versucht wird, dann, ja dann… lesen Sie selbst!

So viel sei vorab verraten, dass ihr Heim-Arbeitsplatz ein Musterbeispiel für die „Globalisierung“ aufgezeigt, die – nicht nur meiner unbedeutenden Meinung nach – maßgeblich zur Entstehung und Ausbreitung der gegenwärtigen Pandemie beigetragen hat.

Jahrhunderte, genauer: Jahrtausende lang kamen die meisten Menschen ihren „Lebtag lang“ nicht weiter als höchstens 50 km um ihren Heimat- und Wohnort herum.

Sie hatten – unsanft nachgeholfen durch die Dogmen der Kirche und die Dominanz der höheren Stände – verinnerlicht, was der Mathematiker, Physiker und Philosoph Blaise Pascal in sein berühmtes Bonmot „kleidete“: „Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.“

Na, so langsam hören Sie (leise, ganz ganz leise) die Nachtigall trapsen!

Doch es gab – wie aktuell – immer auch Typen, die es zu Hause einfach nicht aushielten, die in den eigenen vier Wänden verrückt zu werden drohten.

So machten sich lange vor Kolumbus die Wikinger – angetrieben von der Gier nach Gold und anderen Kostbarkeiten – auf zu neuen Ufern.

Diese erreichten Sie jedoch nicht, indem sie „das Navi“ einschalteten oder ihre Route vorab „mit dem Finger auf der Landkarte“ planten. Letztere gab es in einer Kultur, die, wie jene der kriegerischen Händler bzw. handeltreibenden Krieger* überwiegend auf mündlichen Überlieferungen beruhte, genauso wenig wie Seekarten.

Dennoch wagten sich die die Nordmänner* um das Jahr 1000 herum per Schiff vom damals, infolge der „mittelalterlichen Warmzeit“ tatsächlich „gr(ö/ü)nen“ Grönland aus, über sturmgepeitschte Randmeere des Atlantiks (Baffin Bay, Davis Strait, Labrador See), wo zuvor nie eine Menschenseele gecruised hatte.

Und landeten in Person von Leif Eriksson und seiner Crew an bis dato (zumindest aus europäischer Perspektive) unbekannten Gestaden.

Leif & Co. kam jedoch nicht einmal der Gedanke, dass er gerade – beinahe ein halbes Jahrtausend vor Kolumbus – einen (zumindest aus europäischer Perspektive „neuen“) Kontinent entdeckt hatte.

Vielmehr registrierte er wohl zunehmend frustriert, dass sich der Nordosten Kanadas / Amerikas küstenseitig (ins unbekannte Landesinnere trauten sich Seefahrer auch zu späteren Zeiten i.d.R nicht) eher eintönig, menschenleer – ergo: ohne Handelspartner / Opfer für Plünderungen – und offensichtlich nicht mit Bodenschätzen gesegnet, darbot.

Also lenkten die „Vikings“ ihre Barke weiter Richtung Süden, bis sie vor einer Insel ankerten, die sie „Vinland“ (mutmaßlich das heutige Neufundland) tauften, weil der „Käpt`n“ und seine Mannen* dort leif-haftig Pflanzen erblickten, welche sie an Weinstöcke erinnerten.

Das war zu viel für die passionierten Met- und Biersäufer.

Verdrießt befahl ihr Kommandant : „Los Jungs*, wir kehren um!“

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